Geschichte

Gründung der Freiwilligen Feuerwehr Jeddeloh II 17.11.1927

 

     

Stehend: Georg Hinrichs, Emil Westendorf, Erich Oeltjenbruns

Sitzend: Emil Kramer, Reinhard Witte, Heinrich Wieting

Im November 1927 wurde die Freiwillige Feuerwehr Jeddeloh II gegründet.

Das Feuerlöschwesen der Gemeinde Edewecht hat dadurch einen großen Fortschritt zu verzeichnen, dass neben der bestehenden Feuerwehr im Hauptort hier die erste Freiwillige Feuerwehr eines Nebenorts gegründet wurde.

25 Ortsbürger waren der Einladung zur Gründungsversammlung gefolgt. Die Feuerwehr Edewecht war durch eine Abordnung vertreten. Ihr Hauptmann Goetze legte erst alle zur Sache gehörenden Fragen klar und wies darauf hin, dass eine Wehr nur dann ersprießlich arbeiten könne, wenn jeder willig sei und sich den gewählten Führern unter ordnen würde.

Eine Umfrage ergab, dass alle anwesenden Ortsbürger der zu gründenden Feuerwehr beitreten wollten.

Dann begannen die Wahlen: Reinhard Witte wurde zum Hauptmann, Franz Kruse zum 1. Spritzenmeister, Heinrich Wieting und Kluckhuhn zu Zugführern, Heinrich Kruse und Emil Kramer zu Rohrführern und Fritz Oeltjenbruns zum Obersteiger gewählt.

Zur weiteren Einrichtung der Wehr wollte man sich am 29. November wieder zusammenfinden. Eine weitere Gelegenheit der Wehr noch beizutreten.

Es ließen sich folgende Männer unter der Leitung von Reinhard Witte, als Mitglieder der Freiwilligen Feuerwehr Jeddeloh II eintragen:

Diedrich Spiekermann, Franz Kruse, Heinrich Wieting, Hermann Kluckhuhn, Heinrich Kruse, Emil Kramer, Fritz Oeltjenbruns, Georg Hinrichs, Georg Krüger, Emil Westendorf, Wilhelm Bley, Erich Oeltjenbruns, Heinrich Reil, Johann Reil, Arthur Schnittker, Ernst Krüger, Johann Frerichs, Georg Rippen, Hermann Bley, Ernst Kluckhuhn, Fritz Behrens, Carl Bischoff, Gerhard Wilken, Wilhelm Wieting.

Ortsbrandmeister

                    1927 - 1934 Reinhard Witte                    
                                          1934 - 1963 Heinrich Wieting
 
                    1963 - 1975 Emil Westendorf                     
 
                                        1975 - 1987 Herbert Oeltjenbruns
 
                    1987 - 1999 Heinz Bruns                    
 
                                         seit 1999 Rolf Windhorst

12.02.1952 -> Ein Brand - und einer blieb

Kamerad F. Kruse

  “Wenn er nicht dabei gewesen wäre….”- dass hat so mancher gedacht, als er vom doppelten Unglück des Brandes in Jeddeloh II erfuhr. Ein Feuerwehrmann ließ sein Leben im rettenden Einsatz für das Hab und Gut eines Dorfgenossen. In der Hilfeleistung, die ihm selbst in der Freiwilligkeit eine Pflicht war, galt seine letzte Tat dem Nächsten. Mitten im Bemühen, des Feuers Herr zu werden, umgeben vom Schwelenden, beißenden Rauch und gierig züngelnden Flammen, schlägt Kamerad Kruse der umfallende Schornstein nieder. Aus freiwilliger Hilfsbereitschaft wurde urplötzlich eigene Hilflosigkeit. Mit schweren inneren Verletzungen war all´ die für ihn zugedachte Hilfe vergebens. Die Brandsirene rief ihn über seine freiwillig übernommene Pflicht in den Tod. Im Schatten eines eingeäscherten Hofes steht zu allem Unglück nun auch noch eine Bahre. An ihr stehen seine junge Frau, die beiden Kinder, der alte und gehbehinderte Vater, die Kameraden der Wehr und alle Dorfbewohner, die trotz vieler Fragen, die sie bewegen, stumm und still sind. Es ging um den Nächsten, gestern um jenen und heute geht es vielleicht schon um dich! Wo und wann auch immer in Jeddeloh die Sirene oder der Meldeempfänger am Gürtel des Feuerwehrmitglieds ruft, sind Männer und Frauen der Freiwilligen Feuerwehr Jeddeloh II zum Einsatz bereit, gleich diesem schlichtem Feuerwehrmann Kruse, den die Pflicht rief und der darüber blieb.